Puff (The dormeuse), 18.06.1998 – 22.04.2005
Weil Jessie so ruhig war, wollten wir noch einen zweiten Hund ins Haus holen. Einen Rüden, den wir auch ausstellen wollten. Unsere Wahl fiel auf einen Welpen aus Italien, aus dem heutigen Zwinger „dei mangialupi“ von Daniela Iori und Marcello Poli. Puff war in vielerlei Hinsicht das Gegenteil von Jessie. Er war neugierig und musste alles untersuchen und jeden Menschen und jedes Tier persönlich kennen lernen. Selbst für einen Hund seiner Rasse war er sehr groß und imposant, mit 96 cm Stockmaß und 85 kg fiel er überall auf. Dem Beinamen unserer Rasse, den sanften Riesen, machte er alle Ehre. Puff war immer fröhlich und am liebsten mittendrin in jedem Gewühl. Auf Ausstellungen schnitt er gut ab, verbaute sich die große Karriere aber durch seine „selbstbewusst getragene Rute“. Auf Ausstellungen wirkte sich dies nachteilig aus, im Alltagsleben bedeutete es für uns aber nur, mit einem Hund zusammen leben zu dürfen, der eine Ausstrahlung und Sicherheit besaß, der sich kaum jemand entziehen konnte. Puff konnte sich nicht vorstellen, dass ihm jemand böse sein könnte oder ihn nicht mochte und genauso ging er auf alle Lebewesen zu, in dem sicheren Bewusstsein, liebenswert zu sein. Viel zu früh mussten wir den letzen gemeinsamen Weg antreten, als er einen Schlaganfall bekam.