
Mit Ivory´s Einzug in unser Haus wurde die Idee, selbst Irische Wolfshunde zu züchten auf einmal greifbarer. Als Junghund war sie ein rechter Wirbelwind, der immer alles auf eigene Faust erkunden musste und vor dessen Nase nichts und niemand sicher war. Mittlerweile ist sie größer und auch vom Wesen etwas gereift, neugierig wird sie wohl immer bleiben. Sie will immer als erste an der Tür sein und Besuch kommt ja sowieso nur, um mit ihr zu spielen oder sie zu kraulen (wozu auch sonst?). Ebenso euphorisch begrüßt sie andere Tiere. Nachdem Jessie gestorben ist, hat Ivory etwas von ihrem Übermut eingebüßt, sie wurde recht plötzlich erwachsen und übernahm fortan die Rudelführung. Zu unserer Freude entwickelte sie sich nicht nur in ihrem Wesen, wie wir es uns erhofft hatten, sondern auch in ihrer äußeren Erscheinung. Auch auf großen Ausstellungen konnte sie die Richter von sich überzeugen, so dass sie mittlerweile „Deutscher Champion“ des DWZRV und auch VDH-Champion ist. Im September 2007 wurde sie 12-fache Mutter unseres A-Wurfes und leistete Enormes bei der Aufzucht eines so großen Wurfes. Liebevoll und doch konsequent zog sie die Rasselbande auf und verließ ihre Welpen nur, wenn wir ihr den Zugang verwehrten, damit sie sich nicht selbst überforderte. Im Juni 2009 brachte sie elf Welpen zur WElt, unseren B-Wurf. Viel entspannter, weil außer den Welpen alle Beteiligten ja nun nicht mehr solche Neulinge in der Zucht waren, gelang es ihr auch diesmal ihre Welpen gut aufzuziehen. Die Frage, ob eine Hündin ihre Kinder auch nach Jahren wiedererkennt, brauchen wir uns nicht zu stellen, Ivory`s Verhalten ist eindeutig. Wir sind ihr sehr dankbar für das, was wir mit ihr lernen und erleben durften und möchten deshalb keinen weiteren Wurf mit ihr machen. Mit 23 WElpen aus 2 Würfen hat sie deutlich mehr als manch anderer Hund geleistet und hat sich unserer Meinung nach ihre Ruhe verdient. Dass sie das ganz anders sieht, zeigt sie uns täglich. Kilometerlange Radtouren, ab und zu mal kurz einen Hasen verfolgen, zwischendurch lautstark - und in ihrem Fall heißt das sehr laut - Streicheleinheiten einfordern, so kann sie das Leben genießen. Souverän und seriös wie es ihr als Rudelchefin gebühren würde, gibt sie sich nur selten, viel lieber ist sie übermütig. Wir hoffen, dass sie uns so noch viele Jahre zur Seite steht.