Kevin und Pascal wünschten sich einen Hund, „mit dem man etwas tun kann“. Einen, der Bälle apportiert, der mit ihnen über Bäche springt und Seen durchschwimmt, mit dem sie spazieren gehen konnten, ohne dass Passanten riefen: „Den kannst du doch nie halten.“ Bei „Collies in Not“ fanden wir eine fünfmonatige Colliehündin (mit Border Collie Anteilen), die schon durch viele Hände gegangen war. Einfach war es mit ihr wirklich nicht, aber wer will ihr das nach einer so fragwürdigen Vergangenheit übel nehmen. Sie konnte nicht allein bleiben, auch nicht zwei Sekunden in einem anderen Zimmer. Doch Jessie und Puff nahmen sich ihrer sofort liebevoll an und wenn sie die zwei um sich hatte, konnte sie die Abwesenheit ihres menschlichen Rudels ertragen. Noch heute ist es undenkbar, sie ganz allein zuhause zu lassen. Elsa besitzt natürlich soviel Temperament, dass man sich gar nicht ausmalen möchte, wie viele Wolfshunde man haben müsste, um so viel Leben in die Bude zu bekommen. Elsa ist zufrieden, wenn sie alle um sich versammelt hat. Ein Bekannter sagte mal sehr treffend, Elsa sei fremdenfeindlich, weil sie Besucher immer erst mal verbellt und sich nicht anfassen lassen möchte. Doch für uns ist sie ein Hund, der uns mit Liebe überschüttet und das Wort „Treue“ neu definiert hat. Wenn wir Welpen haben, übernimmt sie die Rolle der Tante und kann es gar nicht erwarten, bis die Mutter ihr Zugang zur Welpenkiste gewährt, dann werden Babys gewaschen, behütet und liebevoll erzogen. Sie fühlt sich für alle und alles verantwortlich und auch, wenn ihr die "Kleinen" über den Kopf wachsen ändert sich nichts daran.